Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2014: Deutsche Konjunktur im Aufschwung – aber Gegenwind von der Wirtschaftspolitik

Die Institute der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose legen hiermit ihre im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie erstellte Analyse der Entwicklung der deutschen Wirtschaft und der Weltwirtschaft vor. Diese 128. Gemeinschaftsdiagnose steht unter dem Titel:
Deutsche Konjunktur im Aufschwung – aber Gegenwind von der Wirtschaftspolitik.
Die Analyse vom Herbst 2013, dass die deutsche Konjunktur wieder aufwärts gerichtet sei, hat sich als zutreffend erwiesen, und die deutsche Wirtschaft befindet sich im Aufschwung. Für das Jahr 2014 prognostizieren die Institute einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 1,9 Prozent (68 %-Prognose-Intervall: 1,2–2,6 Prozent). Dabei kommen die wesentlichen Impulse aus dem Inland; die Inlandsnachfrage trägt voraussichtlich mit 1,6 Prozentpunkten zur Expansion bei. Aber auch der Euroraum erholt sich, so dass auch vom Außenhandel wieder per saldo positive Impulse ausgehen werden. Im kommenden Jahr wird sich diese konjunkturelle Grundtendenz fortsetzen. Auftragsgemäß nehmen die Institute im Rahmen der Gemeinschaftsdiagnose eine Analyse der Wirtschaftspolitik einschließlich wirtschaftspolitischer Empfehlungen vor. Insbesondere sind die Institute von der Bundesregierung beauftragt, Fehlentwicklungen deutlich zu machen. Die Politik definiert die Ziele ihrer verschiedenen wirtschaftspolitischen Maßnahmen. Aufgabe der Institute ist es, die Wirkung wichtiger wirtschafts- und finanzpolitischer Entscheidungen auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland zu analysieren. Die Institute diskutieren in diesem Gutachten u. a. die von der Einführung des flächendeckenden Mindestlohns und der abschlagsfreien Rente ab 63 ausgehenden Effekte auf das Wirtschaftswachstum – auch unter Beachtung ihrer sozialen Wirkungen. Insgesamt sehen die Institute
die Gefahr, dass eine Reihe von aktuellen wirtschaftspolitischen Maßnahmen die langfristige wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland dämpfen wird.

Langfassung